Das Weltentor
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Autor Thema: Alchemie: wenn Blei zu Gold wird, oder...  (Gelesen 2943 mal)
ThorTheM8y
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« am: 28. März 2006, 17:41:19 »

... Wasser  zu Bier!

Ja, sein Entschluss stand fest. Lange nicht mehr hatte er sich so hingebungsvoll einer Sache gewidmet wie dieser. Er wollte Bierbrauer werden.

Ich will Bierbrauer werden!

Sprach Weihwahr zu sich, als er so durch die Gassen Fürstenborns schlenderte.
Die Idee sie kam ganz unverhofft, als er sich vom Kräuterkundigen in die Geheimnisse der Alchemie einführen liess. Ein paar einfache Tränke hatte er schon entdeckt, sich die Rezepturen aufgeschrieben, doch den einen Trank, das Elixier welches die Welt zu beherrschen vermag, den Nektar der Götter, das  Konzentrat purer Freude hatte er noch nicht gefunden.

das Bier

Bald schon wurde ihm klar, dass er wohl Hilfe brauchen würde, sich von anerkanntem Fachpersonal Unterstützung holen müsse, um Fortschritte zu erzielen. Doch wen fragt man, nach der hohen Kunst des Bierbrauens? Selbst Dragim meinte, die Zwerge, die er kenne wüssten nichts über die Braukunst zu berichten - doch vielleicht irrte sich Dragim auch, oder die anderen Zwerge vertrauten ihm nicht. Wer weiss? Er würde es nachprüfen, natürlich, er würde ein paar Zwerge fragen, ob sie ihn denn nicht in die Kunst des Brauens einführen könnten. Oder Gnome. Irgendwann hat er einmal gehört, dass man zum Brauen Maschinen benötigt, und Gnome bauen Maschienen - die seltsamsten Maschinen, Spinnen aus Metall und Krüge ohne Boden, Wäscheleinen aus Spinnweben - weiss der Teufel was die Gnome alles bauen. Ja. Er brauchte einen Gnom.  Nur woher? Sollte er den geheimen Fürsteborner Sklavenmarkt übersehen haben? Oder gab es keinen? Und warum sagt der Kuckuk Kuckuck anstelle von GurruuutenTaaaagiaauuuu - Wuff! Verzeihung? Fragen die sich in des Barden Kopfes überschlugen. Doch er brauchte: Bier! Er wollte: Bier! Es selber herstellen, selber brauen.

Seine bisherigen Versuche schlugen fehl. Natürlich, er hatte Tränke zusammengebraut, die Hämmah im Kampf halfen, hatte Heiltränke entdeckt, jedoch kein Bier. Und dann der Selbsttest - ein Gebräu_das_er_hätte_schwören_können_verdammtnochmaleinsundzugeneht_nach_Bier_geschmeckt_hat.
Und als er es Trank, schmeckte es, es schmeckte,... Er konnte sich an den Geschmack nicht mehr erinnern. Als die Wirkung nachliess lag er an einem anderen Ort. Er konnte sich nicht erinnern, wie er dort hinkam - das deutet wiederum auf Bier hin. Und er lag in seinen eigenen Exkrementen - auch das war der Wirkung von Bier nicht fremd. Dragim stand plötzlich vor ihm. Weihwahr habe die Gestalt eines kleinen, fetten Vogels gehabt. Schwarz-weiss. Hat immerzu Tschiep gesagt,... Nein, diese Rezeptur führte wohl auch nicht weiter. Er musste an den Wurzeln graben. Ob der Kräuterkundige ihm wohl weiterhelfen konnte? Ob er seine hohe Kunst aufs Bierbrauen verwandt? Nun, er wollte den alten Herrn nicht verärgern, also liess er sich dies als allerletzte Option offen. Vorher gab es ja noch tausend Möglichkeiten. Und wenn er das Bier endlich brauen konnte... eine Abfüllanlage musste dann her. Hämmah könnte mit einem Fässchen Bier auf einen Baum klettern, um es durch einen Trichter in kleiner Fässchen zu schütten, von denen es dann in Flaschen gefüllt wird, oder halt! Ein Gnom. Eine Maschiene. Wo zum Henker war der Sklavenmarkt, oder wenigstens ein Arbeitsmarkt, um Gnome zu mieten,....
Nachdenklich führten ihn seine graziösen Schweissfüsse direkt vor den Humpen. Natürlich! Ein Wirtshaus! Hier gibt es Bier, und das muss auch irgendwo herkommen. Nachmittag war es auch, Brom würde bestimmt Zeit finden. Und so http://weltentor.game-host.org/forum/viewtopic.php?t=914 trat er ein in die Taverne.
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« Antworten #1 am: 30. März 2006, 16:05:17 »

Nun, Brom schien genau der richtige Ansprechpartner vorerst. Was für ein glücklicher Zufall, dass er selbst ein Braumeister ist. Aber wie das mit den Rezepturen so ist, wird er wohl kaum mehr als das offensichtliche verraten. Allerdings erhoffte Weihwahr, dass er zumindest über den eigentlichen Ablauf  genug erklärt bekäme von Brom, um es selber auszuprobieren... Die heillige Kuh der Gewürzundzutatenrezeptur von Brom, an der war er gar nicht interessiert. Nein. Vielzusehr war er von der Idee eingenommen, selber etwas herzustellen, seine eigene Marke sozusagen. Er musste nur lernen können, wie es denn abzulaufen hat.
Tja, und dann die Maschienen. Eine Gnomenfrau hat er bereits kennengelernt, eine ganz nette. Eine Waldbewohnerin. Allerdings hatte sie keine Zeit für Maschienen. Aber vielleicht könnte er sie ja doch noch überreden, das Lager mit Wein und Schnaps zu beliefern. Irgendwann würde es sicherlich einen Produktionsüberschuss bei ihr geben, ja sicherlich. Und er konnte isch nicht auch noch mit Wein und Bier beschäftigen.
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« Antworten #2 am: 31. März 2006, 13:34:43 »

Zufrieden verliess er Brom. Mit etwas Glück, so glaubte er, würde er für die ersten Probebraugänge wohl gänzlich ohne Maschienen auskommen. Was für ein glücklicher Zufall.
Was er nun als nächstes brauchte, waren einer, oder besser mehrere grosse Säcke aus Leinen, um die Gerste in einem schönen sauberen Bächchen, oder einer feinen Quelle einzuweichen. Er hatte auch schon bereits eine Ahnung, wen er um einen geeigneten Platz fragen konnte.
Also eine Schneiderin für die Säcke.
Dann die Gerste an sich. Gute Qualität. Wo sollte er dies wohl herbekommen?
Und eine Pfanne, eine riesengrosse Pfanne, um die Gärste zu rösten. Gut drei Ellen im Durchmesser sollte sie haben.
Das Mahlen sollte sicherlich beim Müller zu bewerkstelligen sein.
Und dann die Maische. hierfür würde er einen Maischebottich benötigen. etwa 4 Fässer sollten da hineinpassen, damit aus allem am Ende ein Fass übrigblieb. Und einen zweiten, halbso grossen Kochtopf, um dann alles abzukochen. Und natürlich Fässer zzur Lagerung.

Die Liste der zu besorgenden Gegenstände in seinem Kopf schien kein Ende zu nehmen. Das ganze war ein, ein,... ja. Ein logistischer Alptraum. Er lächelte zufrieden. Eine Aufgabe, der er kaum gewachsen schien. Ein schier unerfüllbarer Auftrag. Das war genau das richtige für ihn.

Hämmah, dachte er. Die arme würde in den nächsten Wochen viel zu schleppen haben, während er hin und her und rundherumsaust, um alles zu organisieren. Hoffentlich hatte Hämmah genug GOld gespart, um sein Unternehmen zu finanzieren - sie war ja tüchtig im Orks-an-ihre-Grenzen-erinnern, wobei diese Grenzen jedesmal kleiner zu werden schienen. Und aus der Altmetallverwertung hatte sie sich einiges zusammengespart. Das würde wohl draufgehen, das Ersparte. Aber dafür hatten sie dann ihr eigenes Bier im Lager. Weihwahr rechnete. Wenn er vor dem Lager ein paar Bänke aufstellte, und eine Zeltplane darüberspannte, konnte er vielleicht sogar eine Art Schenke eröffnen. Natürlich nur für Freunde, und ohne Konzession und dergleichen - schliesslich wollte er sein sauer verdientes Gold behalten, und nicht der bezaubernden Fürstin vererben.

Wie ferngesteuert trugen ihn seine Beine aus Fürstenborn hinaus in Richtung Hammerhütte.
Hamerhütte! Aber ja! Das war die A>ntwort auf ein paar der ersten Fragen. Dort würde er vielleicht jemanden finden, der ihn eine Pfanne schmiedet, und vielleicht baute dort auch jemand Gerste an. Und Hopfen bräuchte er dann auch noch, ob er wild wachsenden Hopfen verwenden konnte?
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« Antworten #3 am: 03. April 2006, 18:19:30 »

...und es machte:

MUH!

Ein weiteres Rezept seiner bereits ansehnlichen Liste aus Nicht-Bier-Getränke-die-dennoch-einen-mehroderminder-brauchbaren-Nebeneffekt-haben.
Zumindest für grosses Gelächter sorgte sein letzter Misserfolg.
Eine junge, ansehnliche Hindame mit einem halbvollen Eimer Milch war das erste, was er erblickte, nachdem ihm sein Bewusstsein für einige Zeit lang abhanden kam.
Offenbar machte es dem Fräulein einen ungemeinen Spass, ihn im Zuge eines Rätselratens nur langsam zu erläutern, was die Einnahme des letzten Trankes auf ihn für eine Wirkung hatte. Ein Trunk, der dem Trinker die Gestalt einer Kuh mit allen zugehörigen Funktionen verleiht.

Während er sich von der jungen Hin Tränen lachend verabschiedete, grübelte er schon darüber, wozu man diesen Trank verwenden könnte.
Ihn an Bauern verkaufen, damit sie ihn ihren schlecht gelaunten Ehefrauen ins Getränk schütten? - bestimmt hätte er reisenden Erfolg damit und könnte sich vor Aufträgen nicht erwehren. Doch bei dem Gedanken an eine schlechter als schlecht gelaunte Versammlung von runden und muskulösen Bauersfrauen verwarf er selbigen Gedanken auch gleich wieder. Zu gefährlich! Und zudem hatte er etwas weit wichtigeres zu tun, als sich mit diesen Abfallprodukten der Bierologie herumzuschlagen, galt es doch, das heilligste allen Heilligen, die Essenz des Lebens, den Nektar der Götter, die Tropfen der Ewigkeit herzustellen, es galt

Bier zu brauen!

Was den Ofen zum Rösten der Gerste anbelang, so hatte er selbigen bereits im Lager der Meute erstellt.
Aus Lehm, und rundherum dicht um Funkenflug zu verhindern. Zum einen, um ein versehentliches Abfackeln des Lagers zu verhindern, zum anderen, um den Wald nicht zu gefährden. Hatte er doch mit der Hüterin des Waldes ein Abkommen getroffen, nachdem sie dem Lager der Meute Schnaps und Wein verkaufte, wofür sie im Gegenzug mit mehr Bedacht an die Tier und Pflanzenwelt durch die Wälder zögen.
Der Ofen selber glich von aussen einer Miniaturhütte, war etwa fünf Fuss hoch, mass am Boden etwa fünf Fuss im Durchmesser und am oberen Ende etwa drei Fuss. Der Ofen ging nach oben hin konisch zusammen. Die Plane Abschlusskante an der oberen kreisrunden Öffnung bot nun Platz für eine riesengrosse Pfanne, um die Gerste darin zu rösten. Die Tür zur Befeuerung war etwa Kniehoch und das Ganze Werk funktionierte tadellos. Einen Testbrannt hatte er bereits durchgeführt. Jetzt galt es, eine geeignete Pfanne zu bekommen. Ein Schmied musste her! Also machte er sich abermals auf den Weg....
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« Antworten #4 am: 13. April 2006, 12:07:11 »

Nach einem kurzen Plausch mit Alcron konnte Weihwahr nun auch endlich seine Pfanne und den Kochtopf in Arbeit geben lassen. Nach lengem Umherfragen, ob nicht irgendwer für ihn die mühsige Arbeit des Getreidebeschaffens für gutes Gold erledigen wollte, kontaktierte er dann doch selber den in Hammerhütte ansässigen Jungbauer Neufeld Hans. Besonders über den Flinken Fred wunderte sich Weihwahr zusehends, ja er ärgerte sich geradezu über selbigen. Immerhin hatte dieser Fred ihn zu Beginn seines Aufenthaltes hier in Fürstenborn einmal geradezu überfallen und ununterbrochen belästigt, mit der Bitte für Weihwahr doch etwas beschaffen zu dürfen. Von hungernden Kinder und einer fetten verfressenen Frau hatte er damals berichtet. Und nun , als Weihwahr ihm dieses Geschäft mit dem Getreide anbot, da hatte dieser Flinker ihn nur verhöhnt. Als feinen Pinkel bezeichnet. Das brachte Weihwahr wenigstens zu schmunzeln. Feiner Pinkel! Ja, das war gut. Dabei wollte er eigentlich nichts mehr, als einen zuverlässigen Lieferanten für das Lager. Die ganzen Rüstungsgeschäfte, das Besorgen von Ersatzmaterial, Fernkampfutensilien, die gezwungenermassen irgendwann zur Neige gingen,... Verpflegung, die man nicht im Wald selber bekam,... Das alles, also ein durchwegs lohnendes Geschäft wollte er jenem findigen Kaufmann oder Händler überlassen, der ihm regelmäßig mit Getreide versorgte. Doch nun konnte er sich erstwieder selber um alles kümmern! Und hatte daher weniger Zeit, sich seinen Bierrezepturen zu widmen, und den Abfallprodukten seiner Forschungen, die er mittlerweile doch als recht nützlich anerkannte. Dabei fiel ihm die Liste im Lager der Meute ein, ja seitdem er selbige ausgehängt hatte, wuchs seine Repertoire  zusehends. Er musste sie bei Gelegenheit erneuern. Soviel zu tun,... Und keine willigen Handwerker und Kaufleute weit und breit, die ihm dabei helfen wollten. Nichteinmal einen Sklavenmarkt konnte er bis datto nirgendwo finden, nein! So eine Frechheit, dabei wusste doch jeder, dass Sklaven das billigste Arbeitsmittel waren. Aber nein, er musste wieder einmal alles selber erledigen.
Zumindest auf Hämmah war verlass. So sehr sie auch stinkte, so sehr konnte er sich ihrer Hilfe sicher sein, nicht zuletzt, da sie dann wohl auch ein kleines Fässchen Bier - so an die zwanzig Krüge voll - als Wegzehrung bekommen würde. Der Gedanke an Hämmah mit einem kleinen Bierfass um den Hals baumelnd riss ihn dann schlagartig aus seiner Lethargie über die Arbeitsmoral mancher Portalreisender.

Und so machte er sich nach seinen Gesprächen mit Hans Neufeld und einem Sack Getreide auf dem Rücken erstmal auf den Weg zurück ins Lager. Den Sack gut und vor Regen sicher verstaut ging es dann weiter in die grosse Stadt. Wenn er noch keiner arbeitswilligen Gestalt begegnet war, so hiess das ja noch lange nicht, dass es die nicht gab. Neuen Mutes fragte er bei Brom höflich an, ob er denn einen Aushang anschlagen dürfe.
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« Antworten #5 am: 02. Januar 2007, 12:34:32 »

Sehr vieles hatte sich in den vergangenen Monden ereignet, seit er sich vorgenommen hatte, Bier zu brauen.
Angefangen, mit dem Erscheinen des Wolfes in seinem Geiste. Einer der wohl einschneidendsten Begegnungen in seinem Leben, die slebiges gänzlich umordnen sollte. So fand er dadurch einen ganz neuen Zugang zur Natur, lernte sie Schätzen und Achten und begann die Fehler, die er in seiner Vergangenheit begangen hatte, zu bereuhen. Vielmehr noch versuchte er, wo es ging, den Schaden wieder zu beheben.

Weiters war da die Invasion der Paladine, die er so fürchtete. Noch wusste er nicht, was genau es mit ihnen auf sich hatte, doch setzte er alles daran, es herauszufinden. Zum einen, versuchte er selbst so viel als möglich herauszufinden, zum anderen hatte er in Chelmar einen Verbündeten im Geiste gefunden, dem die Gefahr, die von dieser Minenkolonie ausging, ebenfalls bewusst wurde, und der daher auf seine Weise versuchte, soviel über die Geschehnisse herausufinden, wie nur irgend möglich.

Und dann der Anschlag auf Hammerhütte, und die damit verbundenen Wiederaufbau-Arbeiten.
Zum Glück waren letztere, zumindest was die Bauernhöfe betraf, bereits größtenteils abgeschlossen.

Und zwischen all dem, ja trotz der schier unüberwindbaren Masse an Aufgaben die sich ihm stellten, gönnte er sich hin und wieder Zeit, um sie dem zu widmen, was er wirklich gerne tat.

Der Kunst des Bierbrauens!

Der Sack Gerste, den er von seiner ersten Begegnung mit Hans noch hatte war zwar sicher nicht das beste Ausgangsmaterial für ein gelungenes Bier, aber zumindest sollte es genügen, um die einzelnen Vorgänge des Brauens einmal ordentlich kennen zu lernen und zu studieren.
Immer zu seiner Hand, die Aufzeichnungen, die er von Brom noch hatte. Und so machte er sich daran, die Gerste in mehrere Leinensäcke aufzuteilen, sodass immernur wenig in einem Sack war. Diese Säcke hängte er nun in ein kleines Bachbeet in der Nähe des Dorfes, befestigte sie mit Stricken am Ufer und liess die Gerste keimen.

Nach dem Mälzen sammelte er die Säcke wieder ein und brachte sie zurück auf den Hof. Dort angekommen, begann er, an einer großen Feuerstelle vor Hans seinem Schuppen die Mälze zu rösten. Bei diesem Vorgang entstanden große Rauchschwarten, die sich über Hammerhütte hinweg wälzten.

Vor jedem der einzelnen Prozesse nahm er einen kleinen Teil der Rohstoffe und verschloss sie sorgsam in Beutelchen und Fläschchen, damit er zwischen den einzelnen Brauvorgängen und dem jeweiligen Endergebniss - sofern eines zustande kommen würde - Unterschiede feststellen konnte. Die Nummerierung und Katalogisierung hielt er in seinem Rezeptbuch fest.

Bevor es ans Schroten der Malz ging, musste er sich erst einmal umsehen, ob er denn die Mühle auf Hans seinem Hof benutzen durfte, oder ob er hierzu woanders hingehen musste....
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« Antworten #6 am: 04. Januar 2007, 15:27:39 »

Anschliessend ging Weihwahr daran, die geschrotene Mälze in einen großen Bottich zu schaufeln. Mit kleinen Fässern und der treuen Hilfe von seiner alten Dame brachte er jede Menge Quellwasser aus dem Drachenkammgebirge herbei. AUf diesem Wege brachte er auch gleich mehrmals Schaufeln zur Ausgrabeungsstätte und Ausgrabungsfunde hinunter nach Hammerhütte.
Nachdem er die Maische angesetzt hatte - obwohl Brom davon nichts gesagt hat, fügte Weihwahr der Maische ein wenig Zucker hinzu - liess er sie einige Tage stehen.
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« Antworten #7 am: 08. Januar 2007, 12:22:38 »

Und nachdem er die Maische einige Zeit lang im Läuterbottich absetzen liess, schöpfte er die geklärte Flüssigkeit, die sogenannte Würze ab und goss sie in den großen Kochtopf, den er noch von Alcron hatte.
Zwar musste er zuvor den Kochtopf ordentlich bürsten, und schrubben, um ihn vom Rost zu befreien, der sich während der langen Zeit in der er im Lager der Meute nicht benutzt wurde angesetzt hatte, aber er sollte dennoch seinen Zweck erfüllen. Daraufhin begab er sich abermals an eine große Kocherei.
Diesmal entstanden zwar keinerlei Rauchschwaden, abgesehen von den üblichen, die bei einem so grossen Herdfeuer entstanden, dafür machte sich aber beim Würzekochen der eher etwas unangenehme Geruch der verkochten Maische in Hammerhütte breit.
Noch zuvor hatte er eifrig in den Wäldern nach Hopfen gesucht - kein sehr  einfaches Unterfangen zu dieser Jahreszeit, und daher auch nicht äusserst ertragreich, doch die kleine Menge Hopfen sollte fürs erste genügen.
Der aufgekochten Würze fügte er nun bei der sogenannten Hopfengabe seinen Wald-Hopfen hinzu.
Anschliessend schöpfte er die gekochte Würze in kleinere Töpfe, liess den Saft dabei durch ein grobes Sieb und füllte danach alles in eines der wenigen großen Fässer, die er besaß.
So hatte er nun also auch den Prozess der Würzeklärung und Würzekühlung hinter sich, und musste nun nur noch den Prozess der Gärung und Reifung abwarten.

In den Tagen des Wartens kontrollierte er immer wieder sein großes Fass.  Bereits am 4. Tage der Gärung hatte es ihm den Spunt am Deckel des Fasses herausgeschleudert, sodass er sich entschloss, selbigen nurmehr locker ins Spuntloch zu stecken, sodass die Gase besser entweichen konnten.
Wie seit Anbeginn seines diesen ersten Versuches hatte er vor jedem einzelnen Arbeitsschritt eine Probe der Rohstoffe genommen, und alles fein säuberlich mitgeschrieben.
Noch ohne das Ergebniss seines Brauversuches zu kennen, begann er, sich Notizen zu machen, wie er welchen Arbeitsschritt wohl verbessern könnte.


    frisches
Wasser aus den Bergen heranschaffen. -> ein transportunternehmen ist hier zu finden.
für stets frische Gerste sorgen! Sommer, Feld, Winter -> Händler
Rösten: ein neuer und besserer Ofen; Pfanne polieren lassen
Mälzen: passt vorerst
Schroten: eventuell kleinere Körnung?
Maischen: verhindern, dass Staub und Dreck in den Bottich fallen können. verschiedene quellen ausprobieren. vielleicht noch kräuter beimengen?
Läutern: Problem wie b maischen
Würzekochen: wie b rösten; Topf polieren lassen
Würzeklärung, Filtrieren: Suche nach geeigneten FIltern, Sieben
Abfüllung: mehrere Fässer müssten da her, in verschiedenen Größen.
[/list]

Und ganz im Allgemeinen, machte er sich Gedanken, wie er die Umgebung seiner Brauerei sauberer halten könnte, um so die Güte des Resultates noch zu heben.
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« Antworten #8 am: 08. Januar 2007, 13:13:21 »

erste Abfüllung - 1 Fass

Und nachdem die ganze Arbeit vollbracht war, und er vorerst einmal nach zwei Wochen die Hälfte seines gereiften Bieres abgoss und durch Leinensäcke in ein Fass abfüllte, wartete err gespannt darauf, was ihn denn wohl erwarten würde.
Die andere Hälfte liess er noch in dem Gärungsfass, wollte er doch herausfinden, in wie weit sich das Bier bei einer zusätzlichen Woche der Reifung noch verändern würde.

Sein Notizbuch zur Hand begutachtete und analysierte er sein erstes selbst gebrautes Bier so kritisch, wie es ihm nur möglich war. Er hatte absichtlich in den letzten Tagen sehr auf eine gesunde Ernährung geachtet, sodass er eventuelle Auswirkungen auf seine Verdauung dem Bier zuweisen könnte.

Aussehen: rot-bräunlich, reich an Schwebestoffen

Nun, die Gerste war lange Zeit abgelegen, und daher alles andere als frisch und fest. Dies machte sich natürlich in der Konsistenz des Trankes bemerkbar. SO war sein Bier trotz des Filterns äusserst trübe mit einem okagelblichen Stich der sich hin ins bräunliche zog.
Weiters machte sich auch der Zustand des Kochtopfes bemerkbar. Zwar hatte er ihn ordentlich geschruppt und poliert, aber der feine Rost in den Ritzen und Poren verlieh der Suppe seinerseits einen stark rötlichen Stich.
Der Hopfen aus den Wäldern war zwar von bester Qualität, aber selbst für eine so geringe Menge an Bier war er doch zu wenig, sodass sein Bier wohl etwas untergärig wurde, weniger Schaum bildet beim einschenken und auch nicht allzusehr sprudelte.

Geschmack:
Alles in allem war der Bier-tümliche Geschmack eher dünn,  und es schmeckte ein wenig nach Eisen. Dieser Geschmack machte sich vor allem auf dem hinteren Teil der Zunge breit.
Doch der anspruchslose Biertrinker würde es unter Umständen als Bier erkennen.

Nun, alles in allem war es zwar noch lange kein gutes Bier, aber Weihwahr freute sich dennoch, wusste er doch, dass er auf dem richtigen Weg war. Nun galt es, sich mehr Gedanken über die Verbesserung seiner Apperaturen und die Besorgung der Zutaten zu machen.
Eine kleine Flasche des ersten Versuches legte er wieder zu seinen peniblen Forschungsunterlagen.

Als er auch zwei Tage nach dem Verzehr des ersten Bieres noch immer keinerlei Beeinträchtigungen auf seinen Körper feststellte - abgesehen von einer etwas angeregten und daher ein wenig flüssigeren Verdauung als sonst - machte er zufrieden den Hinweis geniessbar in sein Notizbuch.

zweite Abfüllung - 1 Fass
Und eine Woche später filtrierte er dann den Rest des ersten Brauversuches ab.
Auch hier war wiederum die rot-braune Färbung stark sichtbar. Der Anteil der Schwebstoffe war ein wenig zurück gegangen, hatte sich am Boden des Gärfasses abgesetzt, und es war auch nicht mehr ganz so dünn wie der erste Versuch. Dafür war es im Geschmack um einiges herber, ja uneitlen, nüchternen Blickes fügte er die Notiz hantig seinen Aufzeichnungen zu. Es erhielt ebenfalls das Attribut geniessbar jedoch mit dem Vermerk eignet sich wunderbar zur Entschlackung des gesamten Darmtraktes.
 
Keines der beiden Fässer würde er jemals einem Mensch zur Verkostung geben, lediglich zwei Flaschen von jedem füllte er ab, um sie seinem Bier-verkostungs-Spezialisten vorzusetzen. Den verbelibenden Rest in den Fässern verschloss er sorgsam und verstaute sie im inneren des Schuppens. Sie waren wohl für einen anderen Zweck bereits abgestellt.

((ooc: das ergebniss ist noch nicht endgültig, ich möchte hierzu noch rücksprache mit SL halten. aber vorerst kommt eh niemand an das Bier, ausser natürlich ein dieb möchte die Fässer stehlen Zwinkernd ))
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« Antworten #9 am: 11. Januar 2007, 14:58:12 »

Und so machte sich Weihwahr daran, alles für die Verbesserungen seiner Brauergebnisse zu beschaffen, oder in die Wege zu leiten. Für zahlreiche Verbesserungen war er auf die Hilfe anderer angewiesen, so wie zum Beispiel beim Polieren seiner Röstpfanne und des großen Würzekochtopfes.
Die Art und Weise, wie er an das Problem mit dem Transport der grossen leeren Fässer von Fürstenborn nach Hammerhütte und in späterer Folge womöglich auch dem Transport seines Bieres von Hammerhütte nach Fürstenborn heranging, bescherte ihm bei jedem Gedanken daran ein Lächeln. Klar steckte hinter einem Transport in erster Linie harte Arbeit, und er würde auch gut dafür bezahlen. Doch er erhoffte sich eine weit größere Resonanz unter den wagemütigen Wagenfahrern, wenn er einen Wettbewerb ausschrieb, um den besten unter ihnen zu krönen.  Von diesem Standpunkt aus, wäre es dann sicherlich einfacher, jemanden für diese Arbeit begeistern zu können.

Nach seinem Gespräch mit Arve war er frohen Mutes, nun doch wieder mehr tatkräftig Helfer für sein Vorhaben zu finden. Ja, in Anbetracht der Tatsache, wie schwer es ihm Anfangs war, geeignete Arbeitskräfte zu finden, die geneigt waren, zu arbeiten, freute er sich richtiggehend darauf, was oder vielmehr wen denn das Portal als nächstes ausspucken würde.

Holz fällen für den Fassbau

Und so machte er sich daran, im Wald nach geigneten Eichen zu suchen. Er suchte nach einem alten, müden Baum, überwuchert von Wucherpflanzen, ringsum umgeben von zahlreichen Jungbäumen, die nur darauf warteten, etwas mehr Licht zu bekommen.

Und so fand er schliesslich auch einen in unmittelbarer Nähe zum Jägerlager, und als er mit Tatkräftiger Unterstützung zurückkehrte, gelang es ihnen, den Baum zu fällen.
Das Astwerk entfernte er in mühseliger Kleinarbeit, verarbeitete was davon zu verwenden war zu Bauholz und lagerte es, so dass die Luft es trocknen konnte im nunmehr von Gestrüpp überwucherten Lager der Meute, um es bei Bedarf holen zu können. Was an kleinem Geäst und sehr vereinzelten Blättern noch übrig war, verteilte er in zahllosen Häufen, weit verbreitet um den gefällten Baum herum, damit es den Tieren zum einen als Nahrung, zum anderen als Zuflucht vor der Kälte dienen mochte.

Als nun nach mehrtägiger Arbeit alles bis auf den eigentlichen Stamm entfernt war, ging er daran, selbigen vom dicken Fussende her in insgesamt vier etwa acht Fuss lange Stücke zu zersägen. Den restlichen gut sechzehn Fuss langen Stamm, der nun zusehends schmäler wurde, zersägte er in insgesamt fünf etwa drei Fuss lange Stücke.

Unter Tatkräftiger Hilfe der alten Dame zog er nun alles auf sein Feld, um sich daran zu machen, die Stämme aufzuspalten, zu zersägen, und abzuhobeln. Er stapelte sie in zwei grosse Stapel zu je acht Fuss und drei Fuss länge. Einen dritten Stapel bildete er mit den breitesten Brettern, von unterschiedlicher Länge, die bei der Arbeit angefallen waren. Jene sollten wohl für den Bau der Fassböden herangezogen werden, eigneten sich ja nur die eher schmalen Bretter, um zu Fasstauben gebogen zu werden.

Als er nun nach einigen Tagen harter Arbeit mit den Vorbereitungen zum Fassbinden vertig war, band er seiner alten Dame je links und rechts ein Bündel mit acht Fuss langen Brettern an das Sattelzeug und lud ihr oben quer über den Sattel noch einmal einige breite Bretter auf. Alles in allem wohl um einiges mehr, als man für den Bau eines grossen Fasses benötigen würde, aber nicht genug, um zwei Fässer daraus herzustellen. Schliesslich wollte er seiner Stute auch nicht zuviel zumuten.
So beladen machte er sich wieder auf den Weg nach Fürstenborn.
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« Antworten #10 am: 13. Januar 2007, 02:39:40 »

Hammerhütten-Bier

Und nun, nach unzähligen weiteren Brauversuchen war es Weihwahr endlich gelungen, ein urtümliches Bier, zugeschnitten auf Hammerhütte zu kreieren.
Einzig ein passender Name für das Bier fehlte ihm noch.

Nachdem er sein Rezept im Kleinen vollendet hatte, ging er daran es in größerer Menge zu brauen. Zwar wusste er, dass dies erst ein kleiner Erfolg war, und ihm die Suche nach weiteren gelungenen Rezepten noch zahlreiche Fehl und Rückschläge besorgen werden würde, aber das liess ihn vorerst unberührt. Er hatte sich in eine ganz spezielle Richtung gewandt, und nun, nach einigem Aufwand einen ersten Erfolg erzielt.

Vorraussetzung war es, angestachelt durch die Idee vom Schweinehirten Herbert Güllinger, ein ganz spezielles Bier zu brauen, dass den Charakter Hammerhüttes wiederspiegelte.
So begann er sich zu allererst damit auseinanderzusetzen, womit Hammerhütte zu assoziieren war.

    Stolz
    Ehrlich
    Holz
    Rauh

    Hammernuss
    Erde
    Rauchig
    Zäh
    Impulsiv
    Gutmütig[/list]

    Danach überlegte er sich, wie er diese Eigenschaften in das Aussehen und den Geschmack eines Bieres einfliessen lassen konnte.
    Kräftig sollte es sein.
    Einen warmen, wenngleich dunkle Farbton musste es haben.
    Es sollte nicht allzusehr sprudeln, störten ihn die Gärgase doch eher.
    Es sollte der Geschmack der Hammernuss darin vorkommen, wenngleich er nicht so stark sein sollte, wie bei einem Kräuterbier.
    Es durfte nicht zu bitter oder gar hantig sein.
    Süss sollte es auf keinem Fall sein.

    Und so entstand allmählich der eigentümliche Charakter des Hammerhütten-Bieres.
    Das Wasser holte er ein weiteres mal per Pferd aus dem Gebirge, wenngleich ihm dabei gewiss wurde, dass er hierfür bald eine andere Lösung finden musste, war es doch schlicht zu mühsam. Das Getreide und den Hopfen bezog er diesmal über das Handelshaus, war ihm doch für dieses ganz spezielle Bier kein Gold zuviel. Für einen perfekten Zustand von Pfanne und Kochtopf hatte er gesorgt und für die Bottiche hatte er sich Deckel zusammengeschreinert, damit kein, oder zumindest weniger Dreck hineinfallen konnte.
    Die aufwendigste und unangenehmste Arbeit war wohl das Reinigen der bereits verwendeten großen Gär-fässer.

    Und dies war das Geheimniss des Hammerhütten-Bieres:

    Wie zuvor Mälzte er im klaren Bachbeet mit denkbar frischem Fliesswasser. Doch ehe es ans Rösten ging, kam der Geheimtip des Rezeptes. In Hans seiner kleinen Räucherkammer räucherte er die gekeimte Gerste zwei Tage lang, sodass sie einen rauchigen Geschmack und dunklere Farbe annahm. Dem Feuerholz aus Eiche fügte er die Schalen der Hammernuss hinzu, sodass sich der eigentümliche Geschmack der Nuss bereits hier, wenn auch nur ganz dezent und schemenhaft, manifstieren konnte.
    Danach röstete er die gemälzte und geräucherte Gerste.
    Nach dem Vorgang des Schrotens nahm er sich besonders viel Zeit, die Körner vom Rest per Hand zu verlesen, ehe er sie mahlte.
    Dem Mehl fügte er beim Maischen wiederum nur ganz wenig aufgeriebene Hammernuss hinzu. Etwa nur eine Hand vol Nuss auf einen gesamten Maischbottich. Nach dem Läutern schöpfte er die Würze gaanz vorsichtig ab, um zu verhindern, dass sie sich abermals mit der bleibenden Maische vermischt.
    Das Würzekochen liess er für dieses spezielle Bier etwas länger andauern,  damit es eine dunklere Farbe und kräftiger im Geschmack wurde, dies sollte die Auswirkung des Räucherns noch verstärken.
    Hopfen gab er mehr als bei den vorhergehenden Brauprozessen hinzu, aber immernoch weniger, als man es von einem gewöhnlichen Bier erwarten würde. Und so füllte er es schliesslich nach der Würzeklärung und Würzekühlung in seine großen Gärfässer ab.

    Das spezielle Hammerhütten-Bier zeichnete sich durch folgende Eigenschaften aus:

      Aussehen:
      Eine kräftige, dunkle Farbe mit einem leichten rotbraunen Stich ziert das edle Gesöff. Die Flüssigkeit ist klar von gleichmäßiger Konsitenz und enthält keinerlei ungewünschter Schwebe oder Trübstoffe.
      EIne Schaumkrone bildet es zwar beim Einschenken, aber weniger als gewöhnliches Schankbier.

      Geschmack:
      Ein kräftiger, würziger Geschmack, der ein wenig, aber durchaus auf angenehme Weise an Geräuchertes erinnert, der geringere Kohlensäureanteil sorgt dafür, dass es nicht so sehr kribbelt. Konzentriert man sich eingehend auf den Geschmack so erinnert er einen entfernt auch an die Hammernuss, wenngleich man mehr eine Ahnung von einer Nuss bekommt, als wirklich deren Geschmack erkennen zu können.
      Alles in allem ein vollmundiges Gebräu, abgerundet und edel. Vom Alkoholgehalt merklich kräftiger als herkömmliches Bier, wohl so stolz und kräftig wie die Bewohner Hammerhüttes.
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      So gärte es nun in den grossen Fässern und wartete nur noch auf die Abfüllung.
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      « Antworten #11 am: 24. Januar 2007, 11:17:17 »

      Ein unmoralisches Angebot

      Lange musste Weihwahr nicht nachdenken, als ihm das Angebot mit der Wette gemacht wurde.

      Eine Art Wettagentur, die davon profitieren würde, wenn ein größerer Betrag auf das Monster gesetzt werden würde. Und die dann quasi im eigenen Interesse dafür sorgen würde sich um den Ausgang des Kampfes zu kümmern.

      Schnell hatte er einen Großteil seiner Ersparnisse, mit denen er die Brauerei ausbauen wollte, oder gegebenenfalls eine schlechte Ernte hätte überbrücken wollen, gesetzt. 1000 Goldmünzen.

      Ein Betrag mit drei Nullen hinten dran müßte es schon sein. Und umso größer der Betrag, um so größer die Bemühungen.

      So begann Weihwahr also, die Bewohner Hammerhüttes abzuklappern, und bemühte auch Hermanns Bruder, Herbert für dieses Unterfangen mit an Bord zu ziehen.
      Er vermied es tunlichst, das Wort Wette auch nur im Ansatz zu erwähnen, und machte auch keinerlei Andeutungen in diese Richtung. Weiters schärfte er allen ein, ja nichts davon irgendjemanden zu erzählen, schon gar nicht Elisha oder Eleazar, da die mit ihrer hohen Meinung über das Gesetz auch jenen Hoffnugsschimmer zerstören könnten.

      Zurück auf seiner Strohmatte im Schuppen neben den Bierfässern, nahm er sein Rezeptbuch zur Hand und begann zu rechnen:

      Die letzten Quoten, von denen er in Fürstenborn erfahren hatte, waren 1,7 für Hermann und 1,9 für das Monster.
      Wenn er nun also vielleicht 1500 Goldstücke zusammenbekam, so musste  er lediglich 880 Goldstücke auf Hermann setzen, um die Wetteinnahmen im Falle Hermanns Überlebens wieder zurück zu bekommen.  Nun brauchte er also jemanden, der nicht direkt mit Hammerhütte in Verbindung stand, und der für ihn wetten würde. Auch entschied er sich dafür, mit dem Gewinn auf die zweite Wette nicht so hoch zu setzen, dass er die Einnahmen wieder hereinbekommen, sondern lediglich die Hälfte von dem, was Hammerhütte insgesamt auf das Monster setzen würde - ohne es zu wissen - dann auf Hermann zu setzen. So würde er die Wetteinsätze der Bauern zurückbekommen, damit diese nicht auch noch einen weiteren materiellen Schaden erlitten, und hatte halt selbst einen kleineren Verlust zu verzeichnen.  Ausserdem war dadurch immernoch eine größere Gewinnspanne für die Wettagentur gegeben. Schliesslich war dies ja der Hauptgrund, weshalb Hermann eine Chance bekommen würde.

      Nun brauchte er nur noch jemanden, der für ihn wetten würde,... jemand vertrauenswürdiges.
      Ja, es gab so viel zu tun, und nur so wenig Zeit....
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